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Seit Jahren wissen wir, dass Armut und die Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung eng miteinander verknüpft sind. Der Jugendhilfemonitor Rheinland-Pfalz als regelmäßiger Bericht an die jeweilige Landesregierung weist dies auch statistisch immer wieder nach. Doch es wird zu wenig daraus gelernt. Die Armutsentwicklung stagniert und bleibt gerade bei Kindern und Jugendlichen auf einem inakzeptablen Niveau.
Die Arbeit in den Hilfen zur Erziehung ist daher immer auch Arbeit in und an den Verhältnissen im Sozialraum und zutiefst politisch. Solidarität mit Menschen in prekären Lebenslagen ist nicht nur ein ethisches Postulat, sondern hat genauso viele volkswirtschaftliche Gründe.
Kinder armer Eltern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder arm. Diesen Kreislauf will und kann Jugendhilfe durchbrechen, aber nachhaltig ist das nur dann, wenn sich auch die Rahmenbedingungen, in die junge Menschen zum Beispiel nach einem Aufenthalt in stationären Settings zurückkehren, verbessern. Dazu braucht es eine gute, das heißt auf die Bedarfe junger Menschen abgestimmte und für sie erreichbare soziale Infrastruktur und eine armutssichere finanzielle Ausstattung ihrer Familien. Nur so können Benachteiligungen junger Menschen ausgeglichen und perspektivisch ein guter Übergang in ein eigenständiges Leben ermöglicht werden.
Diese Investition in Zukunft rechnet sich, denn es macht volkswirtschaftlich keinen Sinn an jungen Menschen zu sparen und billigend in Kauf zu nehmen, dass sie dann nicht den Absprung in ein von Transferleistungen unabhängiges Leben schaffen. Dies ist Verschwendung der vorhandenen und dringend benötigten Potentiale und widerspricht dem Recht jedes jungen Menschen auf angemessene Lebensumstände und Bildung im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention.
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